Es ist selten, dass die Wetterbedingungen ein Disc Golf Turnier beeinträchtigen. Natürlich ist es manchmal schwieriger bei schlechten Wetterverhältnissen zu spielen, aber gespielt wird trotzdem. Am letzten Wochenende war das in Pirmasens (gesprochen Pirmäisens) nicht 100% sicher. Gerade als man Samstag morgens das Turnier beginnen wollte, ging ein heftiges Gewitter mitten im Strecktalpark beim Dynamikum hinunter. Aus Sicherheitsgründen, da bereits einige Blitze auf dem Kurs niedergingen, wurde der Start um 15 Minuten nach hinten verschoben. Dadurch entging man zwar dem Gewitter, der Regen wollte allerdings den Platz nicht ganz so schnell räumen.

Leicht verspätet ging es also in die erste Runde der 3. Rizzi Open ausgerichtet von Michael "Ede" Hamann in Zusammenarbeit mit den Disc Golfern um die Familie Hemmer aus Pirmasens. Jon startete auf der Bahn um die es schon zu Beginn die meisten Diskussionen gab. Die Bahn 13 ist eine recht kurze aber auch steile bergauf Bahn. Spielerisch tatsächlich eher kein Problem, nur einen sicheren Tritt vermisste man auch schon als erster Flight in der ersten Runde. Gordian musste sich gleich mit der Inselbahn 5 rumschlagen und Mara startete im eher flacheren Teil des Kurses.

In einer typischen Freiburger Disc Golf Saison gibt es zwei Highlights im Jahr. Eines davon ist am Anfang der Saison und das zweite eher gegen Ende der Saison. Diese Highlights sind beides Turniere mit einem besonderen Flair. Das Turnier im Frühling ist vom Flair, der Stärke des Teilnehmerfeldes, der Schwierigkeit und dem Spaßlevel des Kurses her unerreicht. Die Rede ist natürlich von Hellsterns Hesselbacher Hofturnier. Dieses Jahr fand es zum 17. Mal statt und ist ganz klar das Lieblings- Auswärtsturnier von den regelmäßigen Freiburger Turnierspielern.

Es gibt kein anderes Turnier das nur Ansatzweiße an das Flair, die Familiarität , die geforderte Leistung und das drum herum generell heran kommt. Die Herzlichkeit mit denen Frank und Christine Hellstern jedes Jahr 72 Spieler zu sich nach Hause eingeladen haben, sucht seines gleichen. Übernachten konnte man immer im ganzen Haus, Freitag Abends nach den Doubles gibt es Abendessen für alle die da sind, morgens jeweils Frühstück, das Mittagessen wird von Christine selber gekocht, der Kurs ist immer sehr gut präpariert, und so kann man die Aufzählung noch sehr viel weiter führen.

Der Biber ist das zweitgrößte Nagetier der Welt, hat eine durchschnittliche Körpermasse von 18 kg und wird ca. 12 Jahre alt. Soweit zumindest zum namensgebenden Tier des Kurses der am letzten Wochenende gespielt wurde. Der Kurs ist etwas versteckt, nicht öffentlich bekannt und leider auch nicht wirklich permanent. Obwohl mit den kleinen runden Zielscheiben die Basti auf "seinem" Kurs verteilt hat, könnte man doch von einem zumindest halb permanenten Kurs sprechen.

Bei der 5. Heuweilermer Dorf Challenge am vorletzten Wochenende standen, wie bereits in den letzten Jahren, mal wieder ein paar Bäume im Weg. Es ist allerdings auch keine allzu große Schwierigkeit einen Baum auf irgendeiner Bahn in Heuweiler zu treffen. Deutlich schwieriger ist es alle Bäume zu verfehlen. Tatsächlich gelang das nur einem Spieler in der zweiten Runde, aber dazu später mehr.

Bei der 5ten Ausführung und somit dem ersten kleinen Jubiläum wollten sich 52 Spieler in dem Heuweilermer Wald beweisen. Ein Turnier mit Seltenheitscharakter, da es nicht viele Kurse in Deutschland gibt die zu 90% im Wald gespielt werden. Nur die Bahn 18 war komplett außerhalb des Waldes.