Genie und Wahnsinn trifft wahrscheinlich die Zustände die am Wochenende, vor allem bei Gordian, im Ostpark in Rüsselsheim geherrscht haben am besten. „Ein so inkonstantes Spiel habe ich noch nie gesehen“, gab er über seine eigene Leistung zum Besten. Dabei hatte alles so gut angefangen und auch wieder aufgehört, nur dazwischen war es nicht wirklich das Gelbe vom Ei.

Seit zwei Jahren gab es keine Freiburger Beteiligung an den Ostpark Open mehr. Das konnte man so natürlich nicht stehen lassen und daher musste sich dies unbedingt in diesem Jahr ändern. Der eigentliche Plan war in der derzeitigen Standardgruppe (Freiburg 1 - 3) nach Rüsselsheim zu fahren, doch dazu kam es leider nicht. Mara entschied sich kurzfristig dagegen mitzufahren und somit gab es ein tatsächliches oldschool Rüsselbacher Turnier.

Auf Grund eines Brückentags bot es sich auch noch an das Doubles mitzunehmen daher machten sich Gordian und Jon mal wieder Freitags morgens auf nach Rüsselsheim zum Turnier. Eine seltene Begebenheit diese beiden beim Doubles zu begutachten. „An sich war die Doublesrunde (68) deutlich besser, als viele andere die wir bisher gespielt hatten“, stellte Jon danach fest. Mit Stefan „Pe“ Pientschiek und Alessa Schwarz hatte man auch ein sehr angenehmes Doublesteam als Flightpartner.

Nach zweijähriger Abstinenz waren die Freiburger Turnierspieler auch endlich mal wieder in Dassel dabei. In Dassel gibt es in diesem Jahr zwei Turniere (ein Challengertour und ein Majortour) was das Spielerfeld deutlich veränderte. Viele von den sehr guten Spielern haben die teilweise weite Strecke nach Dassel nicht auf sich genommen und beschränkten sich wohl auf das Majortour Turnier im August.

Dies ließ natürlich auf ein gutes Abschneiden aus Freiburg hoffen und teilweise war es auch so. Trotz allem waren natürlich immer noch genügend Topspieler aus der Gegend anwesend. Gordian kann derzeit leider nicht behaupten seine Topform zu spielen und Jon hatte noch nie wirklich mit den oberen Rängen etwas zu tun. Bei Mara sah die Fülle an Topspielerinnen fast komplett gegenteilig aus. Außer der amtierenden Deutschen Meisterin, Christine Hellstern, war jede Dame die oben mitspielen kann auch tatsächlich anwesend.

Nach 16 Jahren war es nun soweit, aus dem Hesselbacher Hofturnier wurde ein offizielles Major Tour Turnier, dass sogar der Bürgermeister mit einer doch eher ausführlichen Rede eröffnete.

Angereist am Morgen des sonnigen aber eher windigen Samstag, hoffte Mara noch auf eine Möglichkeit einen Startplatz zu ergattern. Ein Glückskind wie sie ist, bekam sie nach „unentschuldigtem“ Fehlen eines angemeldeten Spielers auch die freudige Chance.

Dies bedeutete dass Jon, Mara und Gordian (Für Kenner Freiburg 1-3) für Heads up an den Start gingen und wussten, dass dieses Wochenende anstrengend werden würde.

Gut gelaunt und ein wenig verfroren ging es nach einer langen und ausführlichen Rede von „Dr. Frank Hellstern“ und dem Bürgermeister auf in den schönen heimischen Wald und auf die immergrünen viel zu langen Wiesenbahnen.
Doch da es klar war, dass der Sonntag nicht so schön und warm werden würde, genossen alle Spieler den sonnigen und sportlichen Einstieg in das erste Major Tour Turnier des Jahres.

Als im Jahr 2011 die beiden Heads Up Vorstände die Idee hatten die Chili Open nach einem Jahr Pause wieder aufleben zu lassen, war Beo von den Merry Chains sofort dabei. Rückblickend gesehen war dies eine der besten Ideen die diese drei je hatten. Vier Jahre und ebenso viele Turniere später sind die Chili Open eines der beliebtesten und anspruchsvollsten Turniere des Jahres. Am Ende gewonnen hat Stephan Müller aus Winterthur, was nach seinem Ass auf Finalbahn 2 über den See auch völlig verdient war.

Sieben, 88 bzw. 108 und 22 bzw. 27. Dies sind die Zahlen die glasklar für die Beliebtheit der Chili Open stehen. Bereits am 14. Januar sollte offenbar werden, dass es im Jahr 2015 ein besonderes Turnier werden könnte. An diesem Tag öffnete die Anmeldung und es gab viele Spekulationen wie lange es dauern würde bis alle Startplätze vergeben sind. Nachdem ein Jahr zuvor es noch bis um 18:00 Uhr abends ging, lauteten die ersten vorsichtigen Schätzung zwischen 1 Stunde und 8 Uhr morgens. Zu diesem Zeitpunkt hatte noch niemand damit gerechnet, dass deutlich mehr als 88 Personen am 14. Januar um 0:00 Uhr vor dem PC sitzen werden um bei den 12. Chili Open dabei sein zu dürfen. Ganze sieben Minuten nachdem die Anmeldung geöffnet hatte, war bereits alles vorbei. Es waren alle Startplätze vergeben und die Warteliste füllte sich.