Disc Golf Deutschland hatte unseren Aussagen mittlerweile ja schon gar keinen Glauben mehr geschenkt. Nach jahrelanger Turnieraktivität von gerade einmal zwei Spielern aus Freiburg, waren die Aussagen es gäbe 15 Spieler in Freiburg von Vielen als Gerücht abgetan worden. Doch nun konnte zum ersten Mal auch Freiburg mit einer hohen Teilnehmerzahl glänzen. Mit sechs Spielern reiste der Heads Up Freiburg zum Spaßturnier auf die Eninger Weide in der Nähe von Reutlingen an. Es gab zwar bereits in der Vergangenheit immer mal wieder ein zwei weitere Turnierspieler und natürlich waren die eigenen Turniere gut besucht, trotz allem kann man von dem bisher am besten besuchten Turnier aus Freiburger Sicht sprechen. Eine weitere Besonderheit war die Teilnahme zweier Spielerinnen, obwohl der Verein derzeit gar keine offiziellen weiblichen Mitglieder hat.

Auch sportlich kann man das Turnier als erfolgreich bezeichnen. Zum einen konnte man sehen wie der Unterschied unter den Freiburger Spielern geringer wird und zum anderen haben alle gut bis sehr gut abgeschnitten. Gordian hat zwar weiterhin einen Vorsprung von 3 bzw. 4 Würfen zu seinen direkten Freiburger Konkurrenten, doch im Gegensatz zu den bisherigen mindestens 10 Würfen Unterschied ist das doch eine erhebliche Verbesserung von Lars und Jon. Georg, Mara und Katrin konnten in Ihrer erst seit kürzester Zeit andauernden Disc Golf Karriere bereits ihr erstes Turnier verbuchen. Bereits dieser Umstand kann als Erfolg verbucht werden. Es gibt nämlich auch mehrere Freiburger Spieler die bisher noch kein Turnier außerhalb der Freiburger Grenzen gespielt haben.

Bereits zum vierten Mal konnte man auf Turnieren der Voodoo Dimension Wintertour auch Spieler von Heads Up Freiburg antreffen. Leider ist das Interesse in diesem Jahr nicht ganz so groß wie 2011/2012, aber es verdient nun trotzdem endlich mal einen Bericht.

Wintertour, das bedeutet Sonntagmorgens früh aufstehen und in die Schweiz, hauptsächlich nach Zürich oder Winterthur, zum discgolfen fahren. Jedes Mal steht früh morgens die Frage im Raum, ob man nicht einfach weiter schlafen soll. Doch hat man es erst einmal zum Kurs geschafft, freut man sich doch immer wieder, dass einen das Bett nicht festgehalten hat. Denn Wintertour Turniere sind eigentlich Spaß Turniere. Jeder will zwar auch eine gute Leistung bringen, aber das drum herum zeugt von eindeutig angenehmen spielen.

Im Vorhinein gab es ein Hin und Her, zwischenzeitlich war es nicht sicher und am Ende konnte Heads Up Freiburg doch noch die 2. Heuweilermer Dorf Challenge durchführen. Sportlich wie auch organisatorisch war das Turnier ein voller Erfolg.

Behördenkrieg

Im März ging der Stress los, die Naturschutzbehörde des Landratsamts Breisgau-Hochschwarzwald meldete sich mit einem Fragebogen zum Turnier (die Gemeinde hatte uns schon grünes Licht gegeben) und dem Frankenholzkurs im Allgemeinen. Nach Terminen mit dem Naturschutzbeauftragten und mehreren Telefonaten und Plänen mit bzw. für das Landratsamt hatten wir dann wenigstens eine Genehmigung für das Turnier. Allerdings mussten wir den Kurs abbauen. Als frühester Termin wurde uns der 15. August genannt. „Damit war der Ursprungstermin an der Sommersonnenwende gescheitert“, so Jon der TD des Turniers. Glücklicherweise schaffte es das Landratsamt uns noch vor Beginn der Anmeldung darüber zu informieren.

wald12Es war mal wieder soweit das Freiburger Standartdouble, Gordian und Jon, hat sich mal wieder auf ihre erste jährliche Reise ins gute alte Rüsselbach (Rüsselsheim) gemacht. Dieses Mal jedoch sollte zusätzlich zum Waldschwimmbad am Samstag noch die 3. Nibelungen Open in Worms am Sonntag gespielt werden. Und um quasi in Dassel anzuschließen war die Wettervorhersage eher bescheiden, Samstag schlecht und Sonntag noch schlechter. Nichts desto Trotz beides ein Muss und so gings Freitag Richtung Hessen.

Nachdem unsre Jungs den Vorabend entspannt beim TD der Nibelungen(René Kundel) verbracht hatten, ging es frisch und ausgeruht mit Schirm und Scheiben ins Waldschwimmbad. Es sollte jedoch ein harter Tag werden, denn da es „nur“ 14 Bahnen waren wurden Runde 1 und 2 einfach mal ohne Pause gespielt. Als es dann auch schon losging durften Jon und Gordi gleich mal feststellen, dass das sonst schon eher windige Waldschwimmbad heute schon fast stürmisch war. Gordian schloss sich kurzer Hand dem Wetter an und spielte sehr wechselhaft. Er spielte zwar zwei Birdies, kam aber trotzdem nur mit einer 51 davon. Jon erging es auch nicht besser er erzielte leider auch nur eine 52. Die direkt anschließende zweite Runde konnte man auch nicht gerade großes Discgolf nennen, eher im Gegenteil. Jon würfelte sich eine 57 zusammen und Gordi, der auf der Hälfte der Runde seine zwei wichtigsten Driver einfach mal so in den See geworfen hat, schaffte grade so eine 55.